Freitag, 28. August 2026Werbeartikel · Reisen
Steinhaus mit Holzbalkon direkt am Ufer eines Schweizer Sees im Morgenlicht
Reportage

Ein Haus am See statt drei Hotelzimmer: wie Schweizer Familien den Sommer buchen

Miriam BaumgartnerRedaktion LuzernLesezeit 5 Min.

Zwei Zimmer, eine Verbindungstür, ein Frühstücksbuffet mit fester Zeit. Wir wollten ans Wasser und sassen am Ende doch wieder in einem Speisesaal. Bis eine Bekannte fragte, warum wir überhaupt pro Person zahlen.

Sie fährt seit Jahren mit ihren Kindern ins Tessin und mietet dort jeweils ein ganzes Haus. Kein Zimmer in einem Gebäude, sondern das Gebäude: Küche, Terrasse, Garten, Schlüssel. Abgerechnet wird pro Objekt und Nacht – wer zu fünft oder zu sechst unterwegs ist, liegt damit fast immer unter dem Hotelpreis.

Kurz erklärt

  1. 01Der Preis gilt für das ganze Haus – ab vier Personen wird der Vergleich zum Hotel schnell deutlich.
  2. 02Viele Objekte am Wasser stehen nicht auf den grossen Portalen, sondern werden lokal vermietet.
  3. 03Mai, Juni und September sind spürbar günstiger und an den Badeplätzen deutlich ruhiger.

Vier Regionen, vier verschiedene Ferien

Tessin

Rustici und Steinhäuser am Lago Maggiore, mildes Klima ab März, viele Objekte direkt bei den Eigentümern.

Waadtländer Riviera

Weinberge über dem Genfersee, gute Zugverbindung, Häuser mit Garten meist ausserhalb der Ortskerne.

Zentralschweiz

Vierwaldstättersee, kurze Anfahrt aus dem Mittelland, Badeplätze und Schiffstationen fast vor der Tür.

Engadiner Seen

Höhenlage, kühle Sommer, strenge Bauvorschriften – dafür ruhige Lagen und lange Abende am Wasser.

Gedeckter Holztisch in einer Ferienwohnung mit Blick durch grosse Fenster auf See und Berge
Eigene Küche, eigener Zeitplan: Frühstück gibt es, wenn alle wach sind.

Dann haben wir es selbst versucht

Fünf Nächte in einem Rustico über einem kleinen Tessiner Dorf: zwei Schlafzimmer, ein schmaler Garten, unten der See. Der Weg hinunter zum Wasser dauerte sieben Minuten, der letzte Laden schloss um halb sieben.

Am zweiten Morgen waren wir vor sieben am Steg, das Wasser war grau und still. Nach drei Tagen hatten wir kein einziges Mal auf die Uhr geschaut, um irgendwo pünktlich zu sein.

„Wir schliessen die Tür auf – und ab dann bestimmt niemand mehr, wann der Tag beginnt.“
Familie steht am frühen Morgen auf einem Holzsteg an einem nebligen Bergsee
Nebel über dem Wasser, sonst niemand am Steg.

Worauf man vor der Buchung achten sollte

Seezugang prüfen

„Seeblick“ heisst nicht „Seezugang“. Fragen Sie nach, ob ein eigener Steg, ein Badeplatz oder nur ein öffentliches Bad in der Nähe gehört.

Nebenkosten

Endreinigung, Kurtaxe und Strom kommen häufig obendrauf. Bei drei Nächten verändert das den Vergleich zum Hotel deutlich.

Anfahrt und Parkplatz

In vielen Seedörfern sind Zufahrt und Parkierung beschränkt. Klären Sie vorab, wie viele Fahrzeuge Platz haben.

Buchungsfenster

Juli und August sowie die Wochen um Auffahrt sind bei Häusern am Wasser oft ein halbes Jahr im Voraus vergeben.

Freie Häuser nach Region und Datum

Tessin, Waadt, Zentralschweiz und Graubünden – mit Angaben zu Seezugang, Ausstattung, Nebenkosten und Anzahl Parkplätzen.

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